Die Justiz im Bundesland Salzburg

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Die neue Symbolik der Justitia?

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Das neue Teil-Bezirksgericht im Ambiente zwischen Künstlerhaus (links) und Polizeikaserne, als dessen Anbau es errichtet wurde. Die familienrechtlichen Abteilungen und ein Teil der Zivilabteilungen befinden sich (2001) nach wie vor im Hauptgebäude am Rudolfsplatz.

 

Der Eingang am Beginn der Hellbrunner Straße im Bereich einer der meistbefahrensten Kreuzungen. Während der Eingangsbereich selbst aus einer breiten Glasfront besteht, die die Sicht auf den ebenfalls gläsernen Lift freigibt, ist der Gebäudeteil darüber durch einen riesigen Beton-Schild abgeschirmt.

 

Die Sicht auf den Eingangsbereich von Süden her. Die Fassade erweckt den Eindruck, als befinde sie sich im Rohbauzustand und warte auf eine Verkleidung; dem ist aber nicht so. Im Bild auch bereits zu sehen: Das "Fahnenspiel". Es handelt sich nicht um eine Fahne auf Halbmast; die Fahne hebt und senkt sich vielmehr mit der Stellung des Liftes.

 

Die Südfassade zum Künstlerhaus hin. Breite Lichtbänder ergeben helle Räume. Die Zwischenwände sind durch schmale Glasteile an die Fenster angebunden, was erstaunlicherweise zu keinen besonderen schalltechnischen Problemen führt.

 

Die Seite zur Salzach (nach Osten). In diesem Bereich sind die schönsten Räume; ruhig und mit Ausblick auf Kapuzinerberg und Gaisberg.

 

Der angebliche "Sichtbeton", nicht unbedingt ÖNORM-gemäß.

 

Der Gang im gelben Geschoß. Die Gänge sind sehr schmal. Warteräume mit Sitzgelegenheiten gibt es in diesen Bereichen nicht. Es wurde jeder Quadratmeter für Büroflächen ausgenutzt.

 

Die grellfarbigen WC's (in den Farben der Böden) mit den Glas-Schiebetüren. Vor dem Pissoir befindet sich kein Vorraum, sondern das Stiegenhaus; das hier ist die Ansicht, die den Besucher in jedem Stock erwartet, wenn er über die letzte Stufe der Rohbeton-Stiege tritt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch das Damen-WC ist nicht besser abgeschirmt.

 

Eines der negativen Glanzlichter: Der Verhandlungssaal im Sous-Parterre zur Hellbrunner-Straße hinaus. Was man oben an der Decke am Rand sieht, sind keine Lichtbänder, sondern Heizungsrohre. Das vergitterte Fenster gibt die Sicht auf die Füße der Passanten frei.  Ich habe den Saal "Starnheim" getauft. Der Saal wurde verschiedenen Richtern "zwangszugewiesen" - jetzt wird in den Zimmern verhandelt.

 

Ein Verhandlungssaal der entgegengesetzten Art. Hier hat man viel Aussicht .....

 

...aber auch viel Einblick: Kollege Meinhart bei der Arbeit. Die Fensterspiegelung ist nicht immer so stark; dann tun sich Assoziationen mit Kaufhaus-Auslagen auf. Bei heruntergelassenen Rollos entsteht der Eindruck eines fensterlosen Raumes und man benötigt künstliches Licht. Stores wären eine billige Abhilfe, würden aber die "klaren Linien" des Architekten stören.

 

"Ah, der Herr Meier - was der wohl verbrochen hat?"

 

Die mittlere von drei Lampen "verfolgt" via Bewegungsmelder die Passanten. Das blaue Wasserbecken links zum Gebäude hin ist jetzt ausgelassen und schneebedeckt.

 

Und hier noch einmal die Fahne, jetzt auf "Dreiviertelmast".

Franz Schmidbauer im Dezember 2001

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