Die Justiz im Bundesland Salzburg

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Bezirksgericht St. Gilgen

Das BG St. Gilgen wurde mit 31.12.2002 aufgelöst; der Sprengel wurde 
dem Sprengel des BG Thalgau zugeschlagen.

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letzter Vorsteher: Mag. Carmen Pirker
Adresse: 5340 St. Gilgen, Ischlerstraße 15
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PSK-Kto:  
Amtstag:  
Gemeinden: Fuschl, St. Gilgen, Strobl
Größe: 212,5 km2
Einwohner: ca. 13.000
Fälle/Jahr: 5.550

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Geschichte:

Erste genauere Aufzeichnungen über die Gerichtsbarkeit im Raume St.Gilgen lassen sich am Beginn des 14. Jhdt. feststellen. Damals diente die "Veste Hüttenstein" auf der Passhöhe des Scharfling als Sitz des Pflegsverwalters. Bereits seit 1567 bestand ein "leicht brennbares Amtshäusl unterhalb des Dorfes St.Gilgen am Abersee", das dem Mauthner und Pfleger diente. Als Wolfgang Niklas Pertl im Jahre 1716 zum neuen Pflegsverwalter berufen wurde, hat er einen Neubau betrieben. Die Baubewilligung wurde am 27. 9. 1718 erteilt und der Neubau im April 1720 fertiggestellt.

Am 25.12.1720 wurde in diesem Haus der Familie Pertl eine Tochter geboren, die auf den Namen Anna Maria Walburga getauft wurde. Sie sollte knapp 36 Jahre später die Mutter von Wolfgang Amadeus Mozart werden. Dessen 5 Jahre ältere Schwester "Nannerl" Mozart heiratete am 23.8.1784 in St.Gilgen Johann Baptist Berchthold von Sonnenburg, einen Amtsnachfolger ihres Großvaters, und zog in das Geburtshaus ihrer Mutter ein, in dem sie bis 1801 wohnte.

Seit der Errichtung des Bezirksgerichtsgebäudes vor mehr als 270 Jahren ist der ursprüngliche Baubestand weitgehend erhalten geblieben. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten erstrahlte das Haus am See wieder in neuem "alten" Glanz, bevor es mit 31.12.2002 aufgelöst und der Sprengel dem Bezirksgericht Thalgau zugeschlagen wurde.