Die Justiz im Bundesland Salzburg

LG-Sprengel Landesgericht  -  Bezirksgerichte  -  Gemeindeverzeichnis  -  Justitia  -  Aktuelles  -  SVJ  -  Offenlegung

Bezirksgericht St. Johann

*) Mit 1.1.2003 wurde das BG St. Johann um die Sprengel der ehemaligen BG Gastein und BG Werfen erweitert.

home

Vorsteher: Dr. Hubert Seebacher
Adresse: 5600 St. Johann, 
Ing.Ludwig Pechstr. 7
Telefon: 057 60121
Fax: 057 60121 37688
PSK-Kto: 5450.916 
Amtstag: Dienstag 8.00 bis 12.00 Uhr
Gemeinden: Goldegg, Großarl, Hüttschlag, Kleinarl, St.Johann i.Pg., Schwarzach, St.Veith, Wagrain (*siehe oben) 
Größe: ca. 52.000 ha (alt)
Einwohner: ca. 25.000 (alt)
Fälle/Jahr: 11.212 (alt)

Zur Gesamtkarte

Geschichte:

Der heutige Bezirk St.Johann im Pongau war bereits im 13. Jahrhundert Ministerialgebiet des Pfleggerichtes in Werfen. 1393 ist Christian von Saur als Richter von St.Johann im Pg. bekannt. Das Gebiet wurde 1672 zu einem selbständigen Landgericht und 1679 zu einem Pfleggericht erhoben und blieb dann unverändert bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. 1802 wurde das Landgericht Wagrain zugeteilt und 1811 auch die Bezirke Goldegg, St.Veit und Großarl, Wagrain aber in diesem Jahr an Radstadt überwiesen.

1823 / 1924 ist in Goldegg wieder ein Gericht. In das Jahr 1850 fällt die Einsetzung eines "Collegialgerichtes" in St.Johann, das 1854 in ein "gemischtes Bezirksamt" umgeändert wird; von dieser Zeit an ist Goldegg wieder mit St.Johann vereinigt. 1867 wird infolge Trennung der Rechtspflege von der politischen Verwaltung anstelle des gemischten Bezirksamtes eine Bezirkshauptmannschaft für den ganzen Pongau und ein Bezirksgericht St.Johann im Pg. geschaffen, dessen Wirksamkeit sich über die Gemeinden Wagrain, Kleinarl, Großarl, St.Johann, Hüttschlag, St.Veit, Schwarzach und Goldegg erstreckte.

Die beiden Amter, Gericht und Bezirkshauptmannschaft, waren bis 1879 gemeinschaftlich in dem unter Erzbischof Max Gandolf Graf Kuenburg 1867 für den Pfleger umgebauten einstigen Privathause (Haus Nr.1 alt; heutiges Gendarmeriegebäude) untergebracht. Da die Räumlichkeiten nicht mehr ausreichten, übersiedelte im Jahr 1879 das Bezirksgericht in die gegenüberliegende, für diesen Zwecke neu hergerichtete "Fronfeste" in der Ing.Ludwig Pechstr. 7. Dieses in der Folge wiederholt umgestaltete Gebäude diente bis Ende 1973 auch als Gefängnis. Die letzte Außenrenovierung des Gerichtsgebäudes erfolgte 1989 bis 90, die Renovierung des Gerichtsganges im 1.Stock sowie die Umgestaltung des Verhandlungsraumes im Jahre1993.

Mit 1.1.2003 wurde das Bezirksgericht St. Johann um die Sprengel der ehemaligen Bezirksgerichte Gastein und Werfen erweitert. Zugleich übersiedelte das Bezirksgericht in das neue Gebäude in der Eurofunkstraße 2 (Foto noch nicht aktuell).